römischer Stirnschmuck – Kopfschmuck

88.00375.00

römischer Stirnschmuck Replik nach dem Original aus Lyon 3. Jahrhundert.

Auswahl zurücksetzen
Artikelnummer: KO008 Kategorien: ,

Römischer Stirnschmuck- Replik

Dieses Schmuckstück bringt man eigentlich mit Römerinnen nicht in Verbindung, weil er eher ungewöhnlich wirkt. In römischer Zeit war dieser Schmuck aber alles andere als selten. Dieser Schmuck sollte vor allem von jungen Frauen und Mädchen getragen werden, die sich in der römischen Darstellung zu Hause fühlen. Mit diesem Schmuckstück zeigt die junge Frau einen weiteren Aspekt der römischen Schmuckwelt, der bisher vernachlässigt wurde. Denn römischer Stirnschmuck war durchaus häufig und sieht einfach toll und betörend aus!

Römischer Stirnschmuck – das Original

Stirnschmuck aus Lyon 3. Jahrhundert

Relief Rom Villa Albani aus dem 1. Jahrhundert. Das Mädchen trägt hier einen schlichten Scheitelschmuck im Stile des Stirnschmucks aus Lyon.

Stirnschmuck bei den Römerinnen scheint gerade in der Reenactment- und Living-History Szene überhaupt keine Bedeutung zu besitzen. Obwohl dieser Schmuck im römischen Fundgut immer wieder in Teilen oder sogar als ganzes Schmuckstück immer wieder auftaucht. Sowohl in den nördlichen Provinzen, in Italien und im gesamten Mittelmeerraum war dieser Kopfschmuck verbreitet und wurde wohl vor allem von jungen Frauen und Mädchen getragen. Nicht nur im Fundgut, sondern auch auf Reliefs und Mumienporträts erscheint der Stirnschmuck immer wieder.

Wir haben uns für die Reproduktion eines besonders schönen Stücks aus dem Schatzfund von Lyon, dem römischen Lugdunum aus dem 3. Jahrhundert entschieden. Denn diese Form des Scheitelschmucks findet sich bereits auf Darstellungen aus dem 1. Jahrhundert n.Chr. und ist daher über mehrere Jahrhunderte tragbar.

Scheitelschmuck aus Tunis

Wesentlich üppigere Scheitelschmuckstücke kennen wir auch aus England. So wissen wir von einer Scheitelkette aus Rhyader in Wales, die aus einem Mädchengrab stammt und einem Fund aus Tunis. Einzelne Teile von Stirnschmuck kennen wir auch aus Augst. 

Das Aussehen

Der Scheitelschmuck aus Lyon ist aus 5 nebeneinander gelegten Loop-in-Loopketten gefertigt, deren Enden durch aufgelötete Platten zusammengehalten werden. Am vorderen Ende befindet sich ein gefasster Granat, der beweglich war. Die Fassung mündet nochmals in zwei Smaragdwalzen von denen nur noch eine gesichert ist. Diese Ende wurde auf der Stirn getragen. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Öse, die ebenfalls einen Smaragden hält und wohl für die Befestigung der Kette mittels Nadel und Faden im Haar diente. Zwei weitere Smaragde, die sich in der Mitte der Kette befanden setzten weitere Akzente. Einer der Smaragde ist leider nicht mehr erhalten. Das gesamte Schmuckstück war aus reinem Gold gearbeitet.

Der Fundzusammenhang

Dieser Stirnschmuck stammt aus einem Schatzfund des 3. Jahrhunderts aus Lugdunum und wird heute im Musée de la Civilisation Gallo-Romaine in Lyon aufbewahrt. Das Schmuckstück wurde zusammen mit 5 reichen Halsketten, drei Paar Ohrringen und vier Fingerringen gefunden. Der Schmuck stammt wohl aus einer gehobenen, wohlhabenden Familie aus Lugdunum.

Römischer Stirnschmuck – unsere Replik

Wir haben unseren Stirnschmuck in zwei Varianten hergestellt. Eine Variante (Variante 1) – die günstigere, ist ein Vollguss. Die Kette kann entsprechend der Kopfform gebogen werden und ist nicht weniger unbequem als eine „Naturkette“. Der Scheitelschmuck besteht aus 925er Silber und hat eine 24 Karat Goldplattierung. Die Steine sind aus Glas (Granatimitat) und Aventurin, um den teuren Smaragd zu ersetzen. Somit bleibt das Schmuckstück erschwinglich.

Unsere Variante 2 wird so hergestellt wie das Original. Dafür stellen wir 5 feine Loop-in-Loopketten  her, die miteinander verbunden sind. Hier verwenden wir einen echten großen Alamandincabochon und Aventurinwalzen. Auf Grund des hohen Aufwandes ist diese Variante erheblich teurer (sollten Sie echte Smaragde wollen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung!)

Stirnschmuck Variante 1. Befestigt mit einem durchsichtigen Gummiband. In römischer Zeit wurde dafür Nadel und Faden verwendet.

Trageweise: Im nebenstehenden Bild sehen Sie die getragene Variante 1. Sie kann mit Nadel und Faden an die römische Frisur genäht werden, oder mit den durchsichtigen Gummibändchen (hier der Fall) befestigt werden. An den seitlichen Ösen können weitere Befestigungen angebracht werden. Der Schmuck sitzt dann wirklich fest, rutscht nicht und ist kaum zu spüren.

Die Daten im Überblick:

Datierung: 3. Jahrhundert n. Chr.

Material: Variante 1 – 925er Silber 24 Karat Goldplattierung, Glas, Aventurin

Variante 2 – 925er Silber 24 Karat Goldplattierung, Granat, Aventurin (alternativ: Smaragd)

Durchmesser: Länge ca. 11 cm 


Besonderheiten

Die Herstellung der Variante 2 ist recht aufwändig und kann bis zu 4 Wochen dauern. Variante 1 haben wir immer auf Lager (Ausnahmen gerade im Sommer und um Weihnachten herum möglich). Bitte fragen Sie die Lieferzeiten an.

 

Frage zu diesem Produkt?

Zusätzliche Information

Variante

Variante 1 Guss, Variante 2 Goldschmiedearbeit frei bewegliche Kette