Ohrringe Auswahl

Ohrringe

Es werden alle 6 Ergebnisse angezeigt

In dieser Kategorie finden Sie Repliken antiker Ohrringe. Zur Entwicklung und Trageweise finden Sie im Folgenden weitere Informationen.

Ohrringe – von der Bronzezeit bis in die Spätantike

Bereits in der Bronzezeit trugen Frauen Ohrringe von höchster Goldschmiedekunst. Dabei wurde gern dünnes Goldblech verwendet, das in eine Form gedrückt wurde. So entstanden ausgefallene Formen und Designs. In der Blüte der griechischen Kultur und dem Hellenismus war diese Form der Ohrringherstellung gängig. In dieser Zeit legten die Frauen und Goldschmiede Wert auf detaillierte florale Muster. Auch im Etruskischen und Italischen ließ man sich von diesen Entwürfen beeinflussen. Ein beliebtes Dekorationsmitttel war die Granulation. Die Etrusker brachten es mit dieser Dekorationstechnik zur absoluten Meisterschaft. Viele kleine Miniaturkügelchen aus Gold löteten die Kunsthandwerker dicht nebeneinander und füllten damit große Flächen auf Schmuckstücken.

Ohrringe in der römischen Kaiserzeit

Mit Beginn der römischen Kaiserzeit abstrahierten die Künstler und Handwerker die floralen Motive stark bzw. unterließen deren Gebrauch. Deutlich tritt ab dieser Zeit eine Geradlinigkeit und Purismus in der Gestaltung des Ohrringdesigns auf. Eroten, Blumen und Tierchen, die die Griechen gern als Pendel verwendeten verschwinden zur Gänze. Dafür wirkt der römische Ohrschmuck geradezu modern. In der Anfangszeit tritt vor allem der Effekt des Materials, meist Gold, in den Vordergrund. Perlen, Edel- oder Glassteine treten nur spärlich auf.

Ab Ende des 1. Jahrhunderts mit der Herrschaft Kaiser Domitians und folgend Kaiser Trajan änderte sich offensichtlich der Geschmack der Damen. Sie setzten nun vermehrt auf bunte Edelsteine. Polychromie ist nun an der Tagesordnung im Schmuckdesign. Im 3. Jahrhundert werden die Arbeiten immer filigraner. Feine Durchbruchsarbeiten zieren nun die Ohrringe. Mit Beginn der Spätantike entwickeln die Goldschmiede immer pompöseren und aufwändigeren Schmuck mit vielen Edelstein- und Perlenelementen.

Ohrringe der römischen Frau

Die meisten Frauen, die Ohrringe tragen kennen das: „Ich habe einen Ohrring verloren“. Wo er ist, weiß niemand. Die Damen der römischen Welt kannten das Problem ebenfalls. Deshalb entwickelten die Handwerker Ohrringe, die nicht verloren gehen konnten. Zum einen verdrillte man den Ohrhaken nach dem einmaligen Anlegen beim Juwelier oder Goldschmied hinter dem Ohrläppchen. Vor allem bei Creolen griff man zu diesem Trick. Das Problem: die Ohrringe mussten dauerhaft, oder zumindest über einen langen Zeitraum getragen werden. Ein Aufbiegen des Drahtes führte dazu, dass das Schmuckstück nicht mehr tragbar war. Eine beliebte Alternative war der sogenannte S-Haken. An den Haken wurde einfach eine weitere Biegung nach oben angebracht. Der Ohrring konnte daraufhin jederzeit an- und abgelegt werden. Ein Verlieren war beinahe unmöglich. Dafür war das Anlegen eine Übungssache.

Sortieren nach