Kinder

spielende Mädchen (Relief)

Kinder

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Hier finden Sie sowohl Repliken als auch modernes Spielzeug für Kinder mit Bezug zu den Römern. Folgend noch eine kleine Abhandlung zu Kindern in der antiken Welt.

Kinder in der Antike

Kinder hatten in der Antike einen hohen Stellenwert. Sie sicherten den Fortbestand der Familie, des Vermögens und hatten die Aufgabe mit ihren späteren Ehepartnern die alten Eltern zu versorgen. Die Hoffnung der Familie lag daher immer im Nachwuchs. Um so schlimmer und dramatischer war das frühe Ableben der Kinder. Dies war leider keine Seltenheit. Daher kam es häufig vor, dass der Säugling bereits während der Geburt oder kurz danach verstarb. Nicht selten kam auch die Mutter während der Geburt ums Leben. Daher war das 3. Lebensjahr eine Art rote Linie. Wenn ein Kind dieses Alter erreicht hatte, war das Risiko, dass es frühzeitig verstarb stark gesunken. Jungen wurden im Alter von drei Jahren in die Bürgerlisten von Athen aufgenommen.
Kindern legten die Eltern daher gern Talismane an. In der römischen Welt trugen Jungs eine Bulla, eine Kapsel als Schutzamulett. Die Mädchen hatten eine Lunula, einen Halbmondanhänger umhängen.

Erziehung – Aufgabenteilung der Eltern und Ammen

Ob ein Kind seine Kindheit genießen konnte, hing in der Antike – egal ob in Griechenland oder Rom – vom sozialen Status der Familie ab. Eine strenge Erziehung war in beiden Kulturkreisen üblich, wobei die Kindheit in Athen durchaus strikter und reglementierter war, als die der Römer. Je nach sozialer Herkunft übergab die Mutter den Säugling nach der Geburt einer Amme, die die Erziehung und Aufzucht des Kinder übernahm. In ärmeren Familien waren die Eltern dafür zuständig. Häufig teilten sich die Eltern die Erziehung der Mädchen und Jungs auf. Die Jungs wurden vom Vater, die Tochter von der Mutter erzogen. Als Oberhaupt der Familie hatte der Vater aber ebenfalls Mitspracherecht wenn es um die Tochter ging.

Kindheit in der römischen Antike – zwischen Spiel und Arbeit

Spielen war sowohl für erwachsene Römer als auch für Kinder wichtig. Kinder spielten mit Puppen, Puppenhäusern, Terrakottatierchen und Spielzeug aus Holz. Wir kennen heute eine große Anzahl verschiedener Spielzeuge und Spiele, die römische Kinder verwendeten.
Dennoch gab es trotz dieser vielen Spielmöglichkeiten auch Schattenseiten in der Kindheit. Gerade Kinder aus sozial benachteiligten Schichten mussten früh zum Familienunterhalt beitragen. So kennen wir Grabsteine von kleinen Kindern, die bereits im Alter von fünf Jahren im familiären Betrieb als Handwerker arbeiteten und mit acht Jahren vollständig ausgebildet waren.

Schule und Pädagogik

Auch wenn Kinderarbeit in der römischen Gesellschaft keine Seltenheit war, galt doch das Erlernen der wesentlichen Kenntnisse, die ein Mensch in der römischen Arbeitswelt benötigte als äußerst wichtig.
Daher lernten die Kinder schon früh, häufig auch die Mädchen, Lesen und Schreiben. Auch in ärmeren Familien war das Erlernen dieser Grundfähigkeiten wichtig. Daher versuchte jeder seinen Kindern diese Kenntnisse auf irgend eine Weise beizubringen. War Geld vorhanden engagierten die Eltern Lehrer. Ärmere Eltern brachten ihren Kindern die notwendigen Grundkenntnisse selbst bei oder schickten ihre Sprösslinge gegen eine kleine Gebühr zu einem Lehrer, der in Säulenhallen der näheren Umgebung Unterricht abhielt. In der Forschung wird die Vermutung schon lange geäußert, dass der Analphabetismus in der römischen Welt gering war. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts konnten zum ersten Mal seit der römischen Zeit in Europa mehr Menschen lesen und schreiben.

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