Repliken Auswahl

Repliken

Wir möchten hier unsere Repliken oder auch Replikate genannt vorstellen. An dieser Stelle sollte die Frage geklärt werden, was eine Replik eigentlich ist. Ein Replikat ist schlicht eine Nachbildung eines Gegenstandes. Repliken können von allen möglichen Dingen erstellt werden, nur sollte hier auf die Urheberschaft geachtet werden.

Die Problematik einer Replik

In unserem Fall stellt dies kein Problem dar, da die Urheber seit mindestens 1500 Jahren verstorben sind. Zudem gilt es, dass jedes der Originalstücke der Allgemeinheit gehören. Außer es handelt sich um Gegenstände, die durch den Kunsthandel in den Privatbesitz gelangt sind. Aber diese Problematik soll hier nicht weiter ausgeführt werden.

Die Repliken der FABRICA ROMANA orientieren sich alle an den Originalen die in Museen liegen, im Kunsthandel verhandelt werden und wurden und bei Privatbesitzern zu finden sind. Da ich als Archäologin gute Beziehungen zu Museen habe, darf ich mir die Originale auch oft direkt anschauen. Somit fällt mir die Bewertung des Stückes einfacher und kann Rückschlüsse auf Material und Herstellungstechnik ziehen.

Und genau hier tut sich ein Problem bei der Bezeichnung einer Replik auf. Ist eine Replik dann auch noch ein Replikat, wenn die Herstellungstechnik sich von der ursprünglichen Technik unterscheidet? Darf ein Nachguss eines Originals auch als Replik gelten, wenn das Original nur ausgeschmiedet und gelötet wurde?

Diese Fragestellung ist durchaus berechtigt. Will man eine Replik, die zu hundert Prozent entsprechend dem Originalstück gleicht, dann darf man von den meisten bei uns und anderen Handwerkern angebotenen Stücken nicht von Replik sprechen. Ist dagegen nur das Aussehen Kriterium für das Urteil Replik oder Nicht-Replik, dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

Unsere Repliken – immer nah am Original

Wir sind auf alle Fälle bemüht, unsere Stücke entsprechend den alten Herstellungstechniken zu erstellen. Da ist das Goldschmiedehandwerk recht dankbar, denn hier hat sich in den letzten 3000 Jahren nicht besonders viel geändert. Dennoch greifen wir auch gern zu günstigen Herstellungsmethoden, wie dem Vakuumguss, weil ein reines Ausarbeiten aus Draht und Blech mit Ausschmieden und Granulieren für den Kunden einfach nicht mehr leistbar wäre. Häufig müssen wir aus Kostengründen auch auf Materialien zurückgreifen, die in der Antike selten oder auch gar nicht bei den Originalen zum Einsatz kamen. So ist es für unsere Kunden häufig nicht zumutbar für einen einzelnen Stein wie einen Smaragden alleine 2500 Euro hinzulegen. Wir bewegen uns also immer auf dem Grat zwischen Originalgetreue und Erschwinglichkeit.